Hotelaufenthalt mit Hund – was ist zu beachten?

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Die meisten Hundehalter wollen am liebsten 24/7 mit ihrem Vierbeiner zusammen sein. Hundefreundliche Hotels sind eine tolle Möglichkeit, um den Hund auch in die Urlaubsplanung mit einzubeziehen. Allerdings gibt es spezielle Anforderungen, die das Zweiergespann beachten muss. Doch wo liegen die Besonderheiten und welche Verhaltensregeln gelten überhaupt?
Hundefreundliches Hotel – aber welches?
Einige hundefreundliche Hotels locken mit einem besonders komfortablen Aufenthalt. Manche Unterbringungen bieten beispielsweise einen Futterservice für ihre flauschigen Gäste an. Das hat den Vorteil, dass der Hundehalter das Futter nicht von zu Hause mitbringen muss. Viele Hotels haben sogar ein überraschend umfassendes Angebot (selbstgemachtes Futter, BARF und vieles mehr).
Neben dem Futter gibt es vielerorts auch die Möglichkeit, Zubehör wie Hundebetten und Näpfe auszuleihen.
Auch das Freizeitangebot ist in hundefreundlichen Hotels an die Bedürfnisse der vierbeinigen Kundschaft angepasst. So können sich die Hunde beispielsweise auf der Hundewiese austoben oder ein professionelles Training sowie eine Hundemassage in Anspruch nehmen.
Außerdem kann es hilfreich sei, wenn das Personal Erfahrungen im Umgang mit Hunden vorzuweisen hat. So kann der Hundehalter den angebotenen Dienstleistungen (wie Gassiservice) voll und ganz vertrauen.
Praktische Tipps für den Hotelbesuch mit Hund
Für den Hund ist der Aufenthalt in einem fremden Hotel am Anfang ungewohnt.
Die nachfolgenden Tipps können dabei helfen, dass er sich besser eingewöhnen kann:
Ruheort: Der Hund braucht – ob zu Hause oder im Urlaub – einen geschützten Rückzugsort. Eine Decke von Zuhause trägt dazu bei, dass der Hund diesen Platz als seinen Aufenthaltsort akzeptiert.
Gewohntes Zubehör: Vertraute Spielsachen wirken sich ebenfalls positiv auf das Wohlbefinden des Tieres aus.
Trennungsangst: Hunde können in einer fremden Umgebung mit unerwarteten Verhaltensweisen (wie Unsauberkeit oder Zerstörungswut) reagieren. Deshalb sollten sie nur im Ausnahmefall alleine sein. Die erste Nacht sollten Hund und Halter in Zweisamkeit verbringen.
Routine: Falls es bereits feste Rituale für das Alleinebleiben gibt, ist zu empfehlen, diese auch im Urlaub fortzuführen. Bekannte Abläufe schaffen auch in der Fremde ein Gefühl von Sicherheit.
Erkundungstour: Der Hund sollte das Hotelgelände in aller Ruhe erkunden dürfen, damit er die neue Umgebung mit allen Sinnen erfassen kann. Dazu gehört auch, dass er hinter die Türen und in die Schränke des eigenen Zimmers schaut.
Verhaltensregeln in hundefreundlichen Hotels
Viele Hotels stellen für ihre tierischen Besucher spezielle Regeln auf.
Einige Urlaubsanbieter verlangen beispielsweise, dass der Hund die Nächte in einer Box verbringen muss. Es gibt aber auch hundefreundliche Unterkünfte, in denen der Vierbeiner in dem eigenen Hundebett oder auf dem Teppich schlafen darf.
Demgegenüber ist der Aufenthalt auf dem Sofa oder im Bett in den meisten Hotelanlagen nicht erlaubt.
Auch der Besuch bestimmter Orte kann für den Hund verboten sein. Das Betreten des Restaurants, der Wellnesszone und des Poolbereichs ist in den meisten Fällen nicht erlaubt. Damit der Hund trotzdem auf seine Kosten kommt, sind in hundefreundlichen Hotels bestimmte Hundezonen (wie Hundewiesen oder Badebereiche) vorgesehen.
Aber Achtung: Im Hotel herrscht fast immer Leinenzwang! Je nach Urlaubsort und Hunderasse gibt es teilweise auch eine Maulkorbpflicht.
Einige Urlaubsanbieter stellen außerdem Regeln für bestimmte Hunderassen auf. Gerade in kinderfreundlichen Hotels können große und/oder schwere Hunde von der Mitnahme ausgeschlossen sein.
Ferner ist es möglich, dass die Unterkunft nur eine begrenzte Anzahl hundefreundlicher Zimmer hat.
Wer mit seinem Hund verreist, sollte sich darauf einstellen, dass Extrakosten für den Aufenthalt, die Reinigung und mögliche Schäden am Inventar entstehen.
Außerdem sollte der Hund grundlegende Verhaltensregeln kennen:
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Dazu gehört, dass er am Tisch nicht bettelt, sondern ruhig im „Platz“ verharrt.
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Der Hund sollte sich den anderen Gästen nicht aufdrängen, sondern zurückhaltend und manierlich sein.
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Im Umgang mit Kindern gilt eine besondere Rücksichtnahme- und Aufsichtspflicht.
Hunde, die alleine auf dem Zimmer warten, müssen dabei Ruhe bewahren können. Denn Jaulen und Bellen ist eine Form der Lärmbelästigung.
Viele Hotels bitten außerdem darum, das Schild „Bitte nicht stören” an die Tür zu hängen, wenn der Hund alleine im Zimmer ist. Das schützt das Reinigungspersonal davor, dass es zu einer überraschenden Begegnung kommt.
Darüber hinaus trifft den Hundehalter die Verantwortung, dass seinem Schützling während der Zeit des Alleinebleibens nichts geschehen kann. Vor der Abwesenheit sollten deshalb alle Gefahrenquellen (wie Kleinteile, Kabel, Reinigungsmittel, offene Fenster etc.) beseitigt worden sein.
Natürlich ist auch wichtig, dass der Hund stets genug zu trinken hat.
Für den Fall, dass der Hund nass oder dreckig wird, ist es gut, wenn er mit einem eigenen Handtuch abgetrocknet werden kann.
Ein vollständiger Impfausweis gehört ebenfalls zum wesentlichen Zubehör.
Das Fazit
Als Hundehalter ist es ein natürliches Bedürfnis, dass man seinen Hund im Urlaub nicht alleine lassen will. Einige Hotelanbieter sind dem Wunsch nach einer hundefreundlichen Auszeit nachgekommen.
In Hundehotels ist das Vorort-Angebot sowohl an die Interessen der Tierhalter, als auch an die ihrer vierbeinigen Begleiter angelehnt. Die Hotelbetreiber warten mit zahlreichen Beschäftigungs- und Versorgungsmöglichkeiten auf, zwischen denen bequem gewählt werden kann.
Allerdings müssen Hund und Halter bestimmte Regeln befolgen, damit der Urlaub zu einem gelungenen Erlebnis wird. Mit ein paar einfachen Tipps ist es aber kein Problem, den hotelinternen Anforderungen nachzukommen.